Rubinrot | Rezension

☾ über das buch

Tiel: Rubinrot
Serie: Edelstein-Trilogie
Fortsetzung: Saphirblau
Autor: Kerstin Gier
Veröffentlicht: 2009
Format: gebundenes Buch
Seitenzahl: 343
Rating: ★★★★★
Warnung: Tod einiger Charaktere (off-screen), frauenfeindliche Weltansicht, Blutmagie, Geister, Visionen, unkontrollierte Zeitsprünge (das ist sehr gefährlich), alte Männer, die der Telekinese mächtig sind (ebenfalls sehr gefährlich)…

☾ die zusammenfassung

Manchmal ist es ein echtes Kreuz, in einer Familie zu leben, die jede Menge Geheimnisse hat. Der Überzeugung ist zumindest die 16-jährige Gwendolyn.
Bis sie sich eines Tages aus heiterem Himmel im London um die letzte Jahrhundertwende wiederfindet. Und ihr klar wird, dass ausgerechnet sie das allergrößte Geheimnis ihrer Familie ist. Was ihr dagegen nicht klar ist: Dass man sich zwischen den Zeiten möglichst nicht verlieben sollte. Denn das macht die Sache erst recht kompliziert! 

☾ der weltenbau

Das Buch spielt in London, England, im Jahr 2009.
Einige der Szenen spielen sich auch in anderen Jahrhunderten ab, aber ebenfalls in London, England.

☾ das magie-system

Einige Mitglieder der Montrose und De Villiers Familien können dank eines Gendefekts (oder, das ist zumindest die Ursache, von der Wissenschaftler der Loge ausgehen) in der Zeit reisen – oder besser gesagt, herumspringen, denn nach einer Zeit wird man immer wieder dorhin versetzt, wo man herkam.
In der Geschichte beider Familien gab es 12 Zeitreisende, und der dritte von ihnen hat eine Loge gegründet, die sich mit den Zeitreisenden auseinandersetzt, und es ihnen dank des sogenannten Chronographen ermöglicht, kontrollierte Zeitsprünge vorzunehmen, die die Zeitreisenden beschützen sollen.
Im Chronograph und dem Vermächtnis des Loge-Gründers ist jedem Zeitreisenden ein Edelstein, eine Note, ein Tier und eine Prophezeihung zugeordnet, vom letzteren weiß aber nur der Großmeister der Log etwas.
Der Chrnograph wird mit dem Blut der Zeitreisenden “betankt”, damit er verwendet werden kann; und die Loge arbeitet darauf hin, das Blut aller 12 darin zu vereinen, da dann etwas sehr besonderes passieren wird

☾ die charaktere

Gwendolyn ist 16, kann Geister und Dämonen sehen und ist sehr tollpatschig, was sie zum schwarzen Schaf der Familie macht.
Und das wird auch nicht besser, als sie erfährt, dass sie, und nicht, wie erwartet, ihre Cousine Charlotte, das “Zeitreise-Gen” geerbt hat, und somit auf die Log des Grafen von St. Germain angewiesen ist – den ihre Mutter hat sie ihr ganzes Leben davor beschützen wollen.
Nun muss Gwendolyn lernen, sich mit ihrem neuen Lebensstil und den veralteten Ansichten der Log zurechtzufinden, wärend letztere sie in ihre Mission, den “Blutkreislauf” zusammenzubringen, einspannt und von ihr so einiges erwartet.

Gideon ist 18, als Gwendolyn ihn kennenlernt, und er ist, im Gegensatz zu Gwendolyn in der Loge aufgewachsen, denn sein Erziehungsberechtigter Onkel Falk ist der Großmeister.
Seine Aufgabe ist es, den Zeitreisenden der Vergangenheit neues Blut abzunehmen, um den Blutkreislauf zu schließen, und er ist so gar nicht davon begeistert, dass er Gwendolyn dafür mitnehmen muss.

Lucy Montrose und Paul De Villiers sind vor Gideon und Gwendolyn die letzten zwei Zeitreisenden.
Sie sind dem Vorhaben der Loge (und ihres Gründers) auf die Schliche gekommen, haben deshalb den ersten Chronographen gestohlen, um den Plan zunichte zu machen, und sind damit in die Vergangenheit abgehauen – aber auch dort werden sie von den Wächtern der Loge gesucht.
Zu dumm nur, dass es die ganze Zeit einen zweiten Chronographen gab.

Der Graf von St. Germain ist der dritte von den Zeitreisenden, und er hat zu seiner Zeit die Loge gegründet. Auch aus der Vergangenheit ist er immernoch der Strippenzieher, denn durch Gideon und Gwendolyn ist eine Kommunikation mit der Log der Gegenwart möglich.
Man sagt über ihn, dass er sehr an Alchemie interessiert gewesen sei – außerdem kann er Gedanken lesen.

☾ das mochte ich

Das ganze Buch ist brilliant und aus dem Leben gegriffen – ich bin zwar keine 16 mehr, und meine Familie kann auch nicht in der Zeit rumspringen, aber trotzdem kann ich mich in Gwendolyn und ihren Problemen sehr wohl wiederfinden.
Auch der Schreibstil der Bücher trägt dazu bei, denn Kerstin Gier versteht es, Dinge auf eine sehr humorvolle Art auszudrücken.
Ihre Figuren haben alle eine sehr eigene Art, und lesen sich auch nicht als etwas, das abgekupfert zu sein scheint, denn das sind sie nicht.
Ich liebe die Art und Weise, wie Kerstin Gier mit den Informationen der Loge umgeht, denn wie Gwendolyn weiß der Leser nur so viel, wie bekannt gegeben wird, wenn Gwendolyn sich mit den Mitgliedern der Loge unterhält.
Das einzige, worüber wir mehr wissen, sind Lucy und Paul, aber sie sind – wie die Loge – doch eher ein Mysterium.

☾ das mochte ich nicht

Es gibt eigentlich nichts, was ich an dem Buch auszusetzen hätte, jedoch muss ich jedes Mal, wenn die Mitglieder der Loge zusammenkommen schlucken, weil ihre Ansichten doch sehr veraltet sind, sie sich aber auch nicht anmaßen das zu ändern – purer Elitismus, eben.
Wer also nicht so gut mit frauenfeindlichen Inhalten zurecht kommt, sollte das Buch mit Vorsicht genießen.

☾ würde ich das buch empfehlen

Ja, denn ich finde, seit die Filme rausgekommen sind, bekommen die Edelstein-Bücher nicht mehr die Aufmerksamkeit, die sie verdienen.
Ich liebe sie jetzt schon seit ich 12 bin, und seitdem habe ich sie bestimmt schon zwei, drei Mal gelesen – und die Qualität bleibt immer die Gleiche.
Die Bücher sind in über 20 Sprachen erhätlich, deshalb verstehe ich auch nicht, warum das Publikum so klein ist.

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