Die Marquise von O… | Rezension

☾ über das buch

Tiel: Die Marquise von O…
Autor: Heinrich von Kleist
Veröffentlicht: 1808
Format: Novelle, Taschenbuch
Seitenzahl: 82
Rating: ★
Warnung: Vergewaltigung, Zwangsheirat

☾ die zusammenfassung

Die Marquise von O… ist die wohl bekannteste Novelle Heinrich von Kleists. In einer einmaligen stilistischen Gratwanderung eröffnet Kleist die Novelle mit einer skandalträchtigen Zeitungsannonce, die ihren festen Platz in der Literaturgeschichte hat: Darin annonciert die unverhofft schwangere Marquise von O…, dass der ihr unbekannte Erzeuger ihres Kindes bei ihr zwecks Heirat vorstellig werden soll. So außerordentlich diese Annonce, so meisterhaft das Spiel Kleists, der in der grellen Offenlegung des Skandals das Unaussprechliche an diesen anderen Umständen in zarten Andeutungen zu belassen weiß.

☾ der weltenbau

Die Novelle spielt in O…, Italien.

☾ die charaktere

Die Marquise, auch Julietta, eine verwittwete Mutter von zwei Kindern die mit einer Zeitungsannounce nach dem Mann sucht, der sie ohne ihr Wissen geschwängert hat.
Der Graf von F., eigentlicher Retter in der Not, aber auch der Vergewaltiger der Marquise, der nun versucht sich und die Marquise mit Heiratsanträgen aus der unangenehmen Situation zu retten. Definitiv ein Wolf im Schafspelz.

☾ das mochte ich

Ich mochte die Marquise, denn sie beweist Standhaftigkeit und Selbstbewusstsein in einer patriarchischen Gesellschaft.

☾ das mochte ich nicht

Kleist Schreibstil ist langatmig – man hat das Gefühl, als hätte der Mann noch nie etwas von Punkt, Komma oder Anführungsstrichen gehört, denn diese benutzt er herzlich wenig, und während in der Handlung mehrere Monate vergehen, verliert man beim Lesen durch den Schreibstil jegliches Zeitgefühl – das muss man sich wirklich nicht antun.
Der Graf ist ein sehr mislungener Charakter, er scheint mir sehr weinerlich und gar nicht männlich.
Die Handlung liest sich wie ein schlecht geschriebener Zeitungsartikel und konnte mir überhaupt nicht zusagen.

☾ würde ich das buch empfehlen

Nein!
Wenn man es nicht lesen muss, sollte man die Finger von diesem Buch lassen – es sei denn, man hat gerne Kopfschmerzen.

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