Faust: Der Tragödie erster Teil | Rezension

☾ über das buch

Tiel: Faust: Der Tragödie erster Teil
Autor: Johann Wolfgang von Goethe
Veröffentlicht: 1808
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 250
Rating: ★
Warnung: Tod mehrerer Charaktere, Schwangerschaft einer Minderjährigen

☾ die zusammenfassung

Seine Gier nach mehr Erkenntnis und mehr Lust macht es Faust unmöglich, den Moment zu genießen. Tief deprimiert und lebensmüde, schließt er mit Mephistopheles – dem Teufel – einen Pakt. Sollte Mephisto Faust so weit bringen, dass er einen glücklichen Augenblick festhalten wolle, dann erhält er Fausts Seele. Mephisto tut alles, um Faust vom rechten Weg abzubringen. Er macht ihn jünger und verhilft ihm zu einer Affäre mit einem jungen, unschuldigen Mädchen: Gretchen.
Faust schwängert Gretchen und verursacht den Tod ihrer Mutter und ihres Bruders. Aus Verzweiflung halb wahnsinnig geworden, tötet Gretchen das unehelich geborene Kind. Im Kerker wartet sie auf ihre Hinrichtung. Faust will sie mit Mephistos Hilfe retten. Aber sein Versuch, sie zur Flucht zu überreden, ist vergeblich. Gretchen zieht es vor, ihr Schicksal in Gottes Hand zu legen. Sie wird erlöst. Faust und Mephisto fliehen.

☾ der weltenbau

Die Szenen spielen am Übergang vom Mittelalter zu Renaissance, Humanismus und Neuzeit; der historische Faust hat zwischen 1480 und 1540 gelebt. Schauplätze sind Fausts gotische Studierstube, Leipzig, der Harz und eine mittelalterliche Stadt mit Dom.

☾ die charaktere

Faust ist ein Gelehrter, der nach der Erkentniss strebt, die ihm den Ursprung der Welt erklären soll. In seiner Verzweiflung und seinem Drang nach der menschlichen Hybris trifft er auf Mephisto, dem nihilistischen Teufel, der Faust verspricht, ihm die wahren Freuden des Lebens nahezubringen.
Dank Mephisto trifft ein erjüngter Faust auf die 14-jährige und fromme Gretchen – die beiden verlieben sich ineinander, doch da Gretchen von Faust unehelich geschwängert wird, fällt sie in der Gesellschaft in Ungnade.

☾ das mochte ich

Ich denke, dass Faust viele interessante Themen behandelt, und sich deshalb auch gut analysieren lässt.
Die Geschehenisse sind ebenfalls Gesellschaftskritisch – damals sowie auch heute noch.

☾ das mochte ich nicht

Die Geschichte, in die die eben erwähnten interessanten Themen verpackt sind, und in der es darum geht, dass eine 14-jährige aufgrund der Gelüste eines alten Mannes in Ungnade verfällt, hat mir nicht zugesagt.
Faust ist ein egoist, und auch wenn Goethe dieses offen zugibt, ist es ein Fakt, der im angesicht der Romanze immer weiter in den Hintergrund gerät.
Die Sprache ist ebenfalls schwer zu verstehen, und macht dieses Buch auf keinen Fall zu einer leichten Lektüre.

☾ würde ich das buch empfehlen

Falls man nicht im Deutschunterricht dazu gezwungen wird, Faust zu analysieren, denke ich nicht, dass dieses Buch eins ist, dass man gelesen haben muss – es sei denn, man interessiert sich für deutsche Klassiker.

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